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REVIEW - MIKE KEMPF / ROCK TIMES (GERMANY)

The Val / Heading For The Surface
Heading For The Surface Spielzeit: 44:26 
Medium: CD 
Label: Eigenproduktion, 2014
Stil: Rock Pop

Review vom 04.02.2015
Mike Kempf
 
Bereits 2011 hatte ich mich mit der Wahl-Spanierin Gabrielle de Val und ihrer Band The Valauseinandergesetzt. Zu der Zeit sezierte ich ihr Back-Album und fand schon damals ihre Textvorträge, die sie mit ihren extrem gut ausgebildeten Stimmbändern ins Gesangsmikro hauchte, echt klasse! Diese Tugend ist ihr natürlich auch nach drei Jahren nicht abhanden gekommen und so steht die Sängerin auch bei ihrem neuesten Werk, "Heading For The Surface", klar im Mittelpunkt.
Bevor die Platte mit dem Titeltrack eröffnet wird, hat die Combo ein ca. einminütiges Intro ins Rennen geschickt. Fortlaufend ist gut zu erkennen, dass - so wie schon beim Vorgängeralbum praktiziert - "Heading For The Surface" recht mainstreamtauglich entwickelt wurde. Warum auch nicht? Insofern gibt es viel Rock mit reichlich Pop-Elementen auf die Lauscher, die fast alle Hit-Qualitäten besitzen, allerdings vorrangig 'nur' die Freunde von Rock Pop der Extraklasse ansprechen dürfte. Extraklasse deswegen, weil die Band absolut stimmig eingespielt wirkt und jeder einzelne Musiker eine tolle musikalische Grundausbildung nachweisen kann.
Mit "Roses And Chains" haben The Val eine erstklassige Ballade entworfen, in der der eingängige Gesang und vor allem Alfonso Samos spektakulärer Gitarrenlauf besonders herausragen. Überhaupt: Wenn Mister Samos seinen Sechssaiter zum Glühen bringt, lässt sich Gabrielle nicht zwei Mal bitten, löst alle Fesseln und präsentiert sich umgehend als wahre Rockröhre. Für meinen Geschmack könnte sie ihrem Songmaterial ruhig etwas mehr Rock- und Blues-Anteile spendieren, denn ich werde das Gefühl nicht los, dass in ihr viel mehr steckt, als 'nur' eine Pop-Rock-Sängerin. Nun gut, es ist natürlich mein persönlicher Wunschgedanke und ist in keiner Weise auf ihre musikalische Qualität zurückzuführen. Nein, Gabrielle kann exzellent singen und jeder ihrer Begleitmusiker wartet, wie bereits oben erwähnt, mit erstklassiger Qualität auf. So lässt die Band keinerlei Schwächen erkennen und hat der Nachwelt ein Album hinterlassen, das eine komplett runde Sache ist und einfach nur 'gute Laune' versprüht.
"Up To Where U Are", "Stardust" und "Wreckage Of My Heart" sind meine Hörprobenempfehlungen. Auch auf die Tatsache gestützt, dass der spanische Edelgitarrist Samos nicht nur eine sehr gefühlvolle Saite anschlägt, sondern mit extrem flinken Finger übers Griffbrett fliegen kann. Diese lassen sich ansatzweise gar mit denen seines Landsmanns und einem Aushängeschild in Sachen Blues Rock Jarvier Vargas vergleichen und so ist er es, der einige Glanzlichter setzt.
Fazit: Ein Reinhören in "Heading For The Surface" halte ich für absolut empfehlenswert. Ob es die Songs sind, der Sound, Gabrielles Gesang oder vor allem Alfonso Samos' Gitarrenzauber, im Prinzip gibt es nichts zu bemängeln. Wenn ich nur mein Gefühl nicht los würde, dass The Val - mit einem glänzend aufgelegten Señor Samos - sich mehr im Genre des Blues Rock versuchen sollte. Aber gut, es gilt hier nicht, meine Wunschgedanken zu berücksichtigen, sondern darum, "Heading For The Surface" zu bewerten. Und hier kann ich ein ganz klares 'gut' ins Zeugnis notieren. Richtig exzellent ist der Band-Service, denn neben der handelsüblichen CD dürfen sich auch die Vinyl-Freaks freuen, da die Tonkonserve auch als LP angeboten wird - Klasse!
Line-up:
Gabrielle de Val (vocals, backing vocals) 
Alfonso Samos (electric guitars, acoustic guitars, keyboards, backing vocals) 
Alex Morell (bass) 
Tony Ortega (keyboards) 
Ruben Berengena (drums)
 
Tracklist
01:Intro (0:54) 
02:Heading For The Surface (4:07) 
03:Wish You All The Best (4:09) 
04:Crusaders (3:36) 
05:Roses And Chains (3:52) 
06:Up To Where U Are (4:45) 
07:She's Dums And Blind (4:42) 
08:Stardust (3:54) 
09:My Heart Is Beating (4:10) 
10:I Saw Him First (4:03) 
11:Breathe Me In (3:53) 
12:Borderline (2:40)